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Josef Miligui

 

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Lebensphilosophie: Werte erkennen.    Träume verwirklichen.    Liebe leben.

Geburt in Kairo
(als österreichischer Staatsbürger
:-)
Schulbildung:
Kindergarten
Deutsche Volksschule in Bukarest 1. u. 2. Klasse
Amerikanische Volksschule in Bukarest 3. Klasse
Volksschule in Wien 4. Klasse
Gymnasium in Wien (am Himmelhof)
Hauptschule in Wien (Marianisten)
HTL-Hochbau (war ein Versuch...)
Fachschule für Bildhauer in Hallein
 
 
 
 
Dieses Bild entstand vor meiner Erkrankung - jetzt suche ich ein niedrigeres Motorrad um besser aufsteigen zu können.
Weiterbildung:
EDV-Spengergasse
Windows-Systemverwalter
Netzwerke
Präsentationstechnik
Beruf:
Bildhauer - Steinmetz
EDV - Marketing
WEB-Design - Animationen
PC + Office Schulungen
Ich biete:
Homepage – Realisierung für SHG zum Sonderpreis!!!
PC-Hardware und Softwareunterstützung
Anwenderschulung (Beginner oder Spezielgebiete: Office, Internet, Bildbearbeitung, Layouting),
Logo – Design und Animationen

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Mein Weg - Der Weg zur Bewusstwerdung


Als ich erfuhr, dass das was mir die letzte Zeit Probleme bereitet hat Krebs ist, hatte ich das Gefühl den Boden unter den Füssen zu verlieren - andererseits hatte ich das Gefühl es schon gewusst zu haben; nur habe ich das nicht gleich gemerkt, dass ich das weiß. Zwischen "das ist das Ende" und "das kann doch einfach nicht wahr sein". Oder soll ich das einfach ignorieren und nach Hause gehen - die Ärzte irren sich...

Erst langsam wurde mir bewusst, dass ich die Tatsache akzeptieren und aktiv und ehrlich mir gegenüber damit umgehen muss. Damit meine ich, zu erfahren wie so eine Krankheit ausbricht, wie man sie bekämpft, wo man welche Unterstützung oder Beratung bekommt. Welche Alternativen zur Schulmedizin mir zur Verfügung stehen, zu spüren wie meine Psyche oder Seele mit der Krankheit umgeht. 
Ich bin derzeit in mehreren Selbsthilfegruppen aktiv. In der Gruppe94 - einer Gruppe für "Komplementäre Krebsmedizin" wo über die Behandlungsmöglichkeiten rege diskutiert wird, bei der SHG "ilco" welche aus betroffenen Stomapatienten besteht und mir ermöglicht Erfahrungen in der Stomaversorgung auszutauschen. Auch bin ich manchmal bei der Krebsselbsthilfegruppe "Die Zwiebel" wo ich die Alltagssorgen mit anderen Krebspatienten besprechen kann.

Die Operation

Es war kurz vor Weihnachten, alles schon "beschlossene Sache" wo und wie gefeiert wird.
Dann DAS... Ich habe mit mehreren Personen meine Situation besprochen. Einer meint in diesem Krankenhaus, der nächste in einem Anderen, ein Arzt meint zuerst bestrahlen, der andere lieber gleich operieren. Der nächste meint, dass ich den Krebs auch mit alternativen Heilmethoden weg bekomme. Welche Vorbereitungen muss ich auf meinem Arbeitsplatz, für die Zeit die ich fehlen werde, treffen.

Die Gedanken in Ruhe zu ordnen fiel mir schwer.

Ich habe versucht auf mein Gefühl zu horchen und es entwickelte sich eine Entscheidung.
 
Jede Information im vorhinein hat mir die Möglichkeit gegeben, selbst Entscheidungen zu treffen um nicht den  Entscheidungen der Anderen ausgeliefert zu sein. 

Auswahl des Krankenhauses
Ich habe die Krankenhäuser, welche mir empfohlen wurden, besucht und darauf geachtet wo ich mich geborgener gefühlt habe. Ich habe mir erklären lassen wie die verschiedenen Abteilungen in den Krankenhäusern arbeiten. Welche Spezialisierungen bieten die Operationsteams. Die einen machen verschiedenste Operationen im kleinen Team die anderen sind mehr spezialisiert und getrennt von den anderen Operationsgebieten. Jedes hat auch seine Vorteile. Ich habe mich dann zwischen klein-und-alles (regionales Krankenhaus), riesig-und-spezialisiert (AKH-Wien) sowie gross-und-spezialisiert (KH-Lainz) entschieden. Ich habe mich zu Lainz entschieden, da dort ein Team nur Magen-Darm-Galle Operationen durchführt und ich mir sicher war, dass wenn der Chirurg wo in mir schneidet, dass er dies schon so oft gemacht hat, dass er besser als jeder andere sofort erkennt wie weit, wo, geschnitten werden muss. Beim AKH-Wien war ich eigentlich durch seine Größe und Bauart verunsichert, so dass ich mich dort orientierungslos vorkam. In Lainz ist alles in einzelnen Gebäuden wobei jedes Gebäude für einen bestimmten Bereich tätig ist; Nachteil - für Untersuchungen muss man dann jeweils weitere Strecken außer Haus transportiert werden. Diese Schilderung soll Ihnen zeigen wie Sie zu so einer Auswahl kommen. Akzeptieren Sie nicht sofort eine Empfehlung des Hausarztes oder eines Familienangehörigen oder Bekannten - machen Sie Sich selbst ein Bild davon, in welche "Schützende-Heilende-Hände" Sie Sich begeben.

Gespräch mit dem operierenden Arzt
Entscheiden Sie, ob Sie genau wissen wollen, wie Ihre Operation verlaufen wird. 
Wenn NEIN, lesen Sie bei der Regelung mit dem Arbeitgeber weiter...
Wenn
JA, lesen Sie meine Erfahrungen.

fragen Sie nach dem voraussichtlichen Spielraum welche der operierende Arzt erwartet, z.B. ob der Ausgang rückoperabel sein wird, wie entschieden wird, wie viel herausoperiert werden muss und was der Arzt für Komplikationen erwartet. 

Fragen Sie nach den Vor- und Nachteilen, wenn vor einer Operation bestrahlt wird, um den Tumor zu verkleinern. Die einem haben damit Erfolg, da der Tumor sich wirklich verkleinert und die Operation dann kleiner ausfällt, bei anderen entwickelt sich der Tumor nicht zurück und es muss dann in das bestrahlte Gewebe operiert werden, was die Heilung der Narben etwas verzögert. Wird sofort operiert wird verhindert, dass der Krebs ev. in anderes Gewebe einwächst oder ausgerechnet in dieser Zeit Metastasen bildet.

Klären Sie, wo der künstliche Ausgang angelegt wird, um später im Alltag so bequem als möglich leben zu können. Dabei richtet sich die Position des Ausganges hauptsächlich nach der maximal verbleibenden Länge des nicht befallenen Darmes. Wenn aber auch nur um einige Zentimeter gewählt werden kann soll dies gut überlegt und genutzt werden. Die Fragen sind: Wo verlaufen die Bünde der Bekleidung bei Rock oder Hose, wo entwickeln sich Falten auf der Bauchdecke beim Hinhockerln oder Sitzen, wird eine Sportart betrieben, bei der es sinnvoll sein kann, bestimmte Stellen der Bauchdecke frei zu lassen. Auch auf die tägliche Pflege soll Rücksicht genommen werden. Normalerweise wird über den Ausgang ein Säckchen mit einer bestimmten Größe an Klebefläche geklebt und diese sollte keine Falten machen und nicht auf Haare geklebt werden müssen.

Fragen Sie nach dem zeitlichen Ablauf. Wo Sie vorbereitet werden, wie lange die Operation dauert, wie lange Sie voraussichtlich in der Aufwachstation bleiben werden, wann Sie erfahrungsgemäss wieder aufstehen können und wie lange Sie vermutlich im Krankenhaus stationär aufgenommen werden.

Regelung mit dem Arbeitgeber
Zuletzt der Arbeitsplatz... nicht ohne Grund zuletzt. Erst wenn Sie wirklich wissen, wo und wann eine Operation stattfindet, regeln Sie alles mit dem Arbeitgeber. Dies ist fast schon wie die erste Lektion in der Bewußtwerdung - zuerst "mein Körper" und "meine Seele". Ich habe meinem Dienstgeber mitgeteilt, wie ich die nächsten Wochen verbringe und alle Termine und Arbeiten für diese Zeit entweder abgeschlossen oder an meine, schnell erst zu findende, Vertretung übergeben. Sollten bei diesen Abschlussarbeiten seitens des Arbeitgebers Aussagen kommen, wie z.B. wie lange so eine Erkrankung dauert, dass das Unternehmen für diese Zeit Ersatz braucht oder Sie das Gefühl habe, dass Ihr Dienstgeber nicht zu Ihnen steht dann informieren Sie Sich möglichst genau über Ihre Rechte beim Bundessozialamt, Gewerkschaft, Krankenkasse oder ähnlichen Institutionen und Sie werden im Gespräch mit ihrem Arbeitgeber oder Vorgesetzten den Eindruck vermitteln, dass mit Ihnen nicht beliebig umgesprungen werden kann, da Sie wissen, was Ihre Rechte sind. Meistens reicht das um eine Einigung mit dem Arbeitgeber zu erzielen.

Alternativen
Ich glaube an die Kraft des Geistes und daran, dass man dadurch einen gesunden Körper hat, aber dass ich die Krankheit-Krebs bekommen hatte war für mich ein Zeichen, dass genau diese Kraft in mir, in dieser Situation nicht ausreicht, um mithilfe meines Geistes die Krankheit zu kurieren. Ich kenne Fälle, die das wirklich mental geschafft haben sowie einen Naturheiler (Schamanen) der so eine Ausbildung und Begleitung anbietet. Wer sich dieser Kraft, zu diesem Zeitpunkt, nicht wirklich sicher ist und sie vorher nicht schon bewusst gehabt hat, sollte meiner Meinung nach das "Experiment" lieber nicht riskieren sondern zur "Schulmedizin" finden und anschließend diesen Weg gehen.

Die Chemotherapie

Der Beginn der Chemotherapie war, als ich noch Bestrahlungen erhalten habe. Mein Körper reagierte sehr heftig mit Verdauungsproblemen. Die Therapie wurde daraufhin ausgesetzt bis ich mich von den Bestrahlungen erholt hatte. Heute habe ich die 9. Einheit von 24 erhalten (ich werde den Text ändern, wenn ich weiter bin). Das Zusammenspiel von Chemotherapie und Bestrahlung zeigte mir die Schwachstellen meines Körpers. Ich achte jetzt besonders genau auf Diese.

Nachdem ich mit Menschen gesprochen hatte, welche keine Chemotherapie genommen hatten, sowie mit den Ärzten mehrere Gespräche führte, habe ich mich entschlossen, obwohl ich mir sicher bin, momentan keinen Krebs zu haben, die Wahrscheinlichkeit von Metastasen durch frei wandernde Krebszellen welche sich womöglich angesiedelt haben zu verringern. Ich habe mir die Statistiken, welche die Sterberaten von Darmkrebserkrankten zeigen, mehrmals betroffen betrachtet und glaube, dass durch bessere Information der Betroffenen und Angehörigen auch eine höhere Überlebensrate erzielt wird. 

Ich hatte einen Zustand, welcher wohl unangenehm, aber nicht erschreckend ist. Meine Verdauung war sehr empfindlich und schmerzte mitunter. Manchmal schmeckte ich plötzlich irgendetwas chemisches, manchmal war ich einfach müde, manchmal hatte ich Schmerzen wie von einem leichten Muskelkater. Ich war auch mitunter nicht besonders gut aufgelegt... wen wundert´s? 
(ich schreibe aber nur wenn es mir gut geht...)

Ein halbes Jahr nach der Bestrahlung, während der Chemotherapie wurde das Verdauungsproblem immer heftiger und ich bekam durch die Vernarbungen durch die Bestrahlungen einen Darmverschluss und musste nochmals operiert werden. Wie die Chemotherapie dabei mitspielt kann ich nicht sagen aber nach der Operation dauerte es mehrere Monate, bis die Verdauung nur annähernd normal wurde. Das, glaube ich, ist auf die Schwächung der Darmschleimhäute durch die Chemotherapie zurückzuführen. Im Jahr 2005 hatte ich wieder zwei Darmverschlüsse welche durch Medikamente gelöst wurden. Nach jeder dieser Komplikationen dauert es Wochen bis mein Energiehaushalt und die Verdauung wieder im Einklang sind. Nach Aussage der Ärzte muss ich in Zukunft immer wieder damit rechnen diese Komplikation zu bekommen, da mir die stabilisierenden Häute welche den Darm halten fehlen oder vernarbt sind. Dieser Zustand ist mit ein Grund, dass ich psychische Probleme habe.

Wieder im Berufsleben

In meinem derzeitigen Beruf als EDV-Leiter sind Termintreue, zeitliche Flexibilität und das Auftreten als Vertrauensperson (Anzug u.s.w.) sehr wichtig. Durch meine Erkrankung und den davon resultierenden Verdauungsstörungen habe ich immer wieder Probleme meine Aufgaben wie erwartet zu erfüllen. Das größte Problem dabei ist, dass ich immer wieder Termine mit Technikern oder Vertretern sowie intern mit der Geschäftsführung, mit den Abteilungsleitern und Mitarbeitern absagen muss. Um das zu verhindern fahre ich sehr oft in die Arbeit obwohl ich eigentlich besser zu Hause bleiben sollte. Wenn dann Schmerzen oder Verdauungsgeräusche offensichtlich werden, oder sogar durch die undichte Stomaversorgung Gerüche entweichen ist es für mich vor allem psychisch sehr belastend. Nachdem ich im letzten haben Jahr meinen kompletten Urlaub als Gegenleistung für die zu geringe Stundenanzahl eingetauscht habe und 50 Stunden Minus am Konto habe, beschloss ich dem Rat meiner Ärzte zu folgen und der Tatsache ins Auge zu schauen, dass ich diesen Beruf mit meiner Erkrankung nicht voll erfüllen kann. Ich habe die Berufsunfähgkeitspension beantragt welche leider im ersten Amtsweg abgelehnt wurde. Jetzt bemüht sich der ÖZIV (Österreichischer Zivil Invaliden Verband) über den Gerichtsweg diese Pension für mich zuerkannt zu bekommen.

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