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OPERATION - Mensch und Technik


Auswahl des Krankenhauses
Gespräch mit dem operierenden Arzt
Regelung mit dem Arbeitgeber
Alternativen


Es war kurz vor Weihnachten, alles schon "beschlossene Sache" wo und wie gefeiert wird.
Dann DAS... Ich habe mit mehreren Personen meine Situation besprochen. Einer meint in diesem Krankenhaus, der nächste in einem Anderen, ein Arzt meint zuerst bestrahlen, der andere lieber gleich operieren. Der nächste meint, dass ich den Krebs auch mit alternativen Heilmethoden weg bekomme. Welche Vorbereitungen muss ich auf meinem Arbeitsplatz, für die Zeit die ich fehlen werde, treffen.

Die Gedanken in Ruhe zu ordnen fiel mir schwer.

Ich habe versucht auf mein Gefühl zu horchen und es entwickelte sich eine Entscheidung.
 
Jede Information im vorhinein hat mir die Möglichkeit gegeben, selbst Entscheidungen zu treffen um nicht den  Entscheidungen der Anderen ausgeliefert zu sein. 

Auswahl des Krankenhauses
Ich habe die Krankenhäuser, welche mir empfohlen wurden, besucht und darauf geachtet wo ich mich geborgener gefühlt habe. Ich habe mir erklären lassen wie die verschiedenen Abteilungen in den Krankenhäusern arbeiten. Welche Spezialisierungen bieten die Operationsteams. Die einen machen verschiedenste Operationen im kleinen Team die anderen sind mehr spezialisiert und getrennt von den anderen Operationsgebieten. Jedes hat auch seine Vorteile. Ich habe mich dann zwischen klein-und-alles (regionales Krankenhaus), riesig-und-spezialisiert (AKH-Wien) sowie gross-und-spezialisiert (KH-Lainz) entschieden. Ich habe mich zu Lainz entschieden, da dort ein Team nur Magen-Darm-Galle Operationen durchführt und ich mir sicher war, dass wenn der Chirurg wo in mir schneidet, dass er dies schon so oft gemacht hat, dass er besser als jeder andere sofort erkennt wie weit, wo, geschnitten werden muss. Beim AKH-Wien war ich eigentlich durch seine Größe und Bauart verunsichert, so dass ich mich dort orientierungslos vorkam. In Lainz ist alles in einzelnen Gebäuden wobei jedes Gebäude für einen bestimmten Bereich tätig ist; Nachteil - für Untersuchungen muss man dann jeweils weitere Strecken außer Haus transportiert werden. Diese Schilderung soll Ihnen zeigen wie Sie zu so einer Auswahl kommen. Akzeptieren Sie nicht sofort eine Empfehlung des Hausarztes oder eines Familienangehörigen oder Bekannten - machen Sie Sich selbst ein Bild davon, in welche "Schützende-Heilende-Hände" Sie Sich begeben.

Gespräch mit dem operierenden Arzt
Entscheiden Sie, ob Sie genau wissen wollen, wie Ihre Operation verlaufen wird. 
Wenn
NEIN, lesen Sie bei der Regelung mit dem Arbeitgeber weiter...
Wenn JA, lesen Sie meine Erfahrungen.

fragen Sie nach dem voraussichtlichen Spielraum welche der operierende Arzt erwartet, z.B. ob der Ausgang rückoperabel sein wird, wie entschieden wird, wieviel herausoperiert werden muss und was der Arzt für Komplikationen erwartet. 

Fragen Sie nach den Vor- und Nachteilen, wenn vor einer Operation bestrahlt wird, um den Tumor zu verkleinern. Die einem haben damit Erfolg, da der Tumor sich wirklich verkleinert und die Operation dann kleiner ausfällt, bei anderen entwickelt sich der Tumor nicht zurück und es muss dann in das bestrahlte Gewebe operiert werden, was die Heilung der Narben etwas verzögert. Wird sofort operiert wird verhindert, dass der Krebs ev. in anderes Gewebe einwächst oder ausgerechnet in dieser Zeit Metastasen bildet.

Klären Sie, wo der künstliche Ausgang angelegt wird, um später im Alltag so bequem als möglich leben zu können. Dabei richtet sich die Position des Ausganges hauptsächlich nach der maximal verbleibenden Länge des nicht befallenen Darmes. Wenn aber auch nur um einige Zentimeter gewählt werden kann soll dies gut überlegt und genutzt werden. Die Fragen sind: Wo verlaufen die Bünde der Bekleidung bei Rock oder Hose, wo entwickeln sich Falten auf der Bauchdecke beim Hinhockerln oder Sitzen, wird eine Sportart betrieben, bei der es sinnvoll sein kann, bestimmte Stellen der Bauchdecke frei zu lassen. Auch auf die tägliche Pflege soll Rücksicht genommen werden. Normalerweise wird über den Ausgang ein Säckchen mit einer bestimmten Größe an Klebefläche geklebt und diese sollte keine Falten machen und nicht auf Haare geklebt werden müssen.

Fragen Sie nach dem zeitlichen Ablauf. Wo Sie vorbereitet werden, wie lange die Operation dauert, wie lange Sie voraussichtlich in der Aufwachstation bleiben werden, wann Sie erfahrungsgemäß wieder aufstehen können und wie lange Sie vermutlich im Krankenhaus stationär aufgenommen werden.

Regelung mit dem Arbeitgeber
Zuletzt der Arbeitsplatz... nicht ohne Grund zuletzt. Erst wenn Sie wirklich wissen, wo und wann eine Operation stattfindet, regeln Sie alles mit dem Arbeitgeber. Dies ist fast schon wie die erste Lektion in der Bewusstwerdung - zuerst "mein Körper" und "meine Seele". Ich habe meinem Dienstgeber mitgeteilt, wie ich die nächsten Wochen verbringe und alle Termine und Arbeiten für diese Zeit entweder abgeschlossen oder an meine, schnell erst zu findende, Vertretung übergeben. Sollten bei diesen Abschlussarbeiten seitens des Arbeitgebers Aussagen kommen, wie z.B. wie lange so eine Erkrankung dauert, dass das Unternehmen für diese Zeit Ersatz braucht oder Sie das Gefühl habe, dass Ihr Dienstgeber nicht zu Ihnen steht dann informieren Sie Sich möglichst genau über Ihre Rechte beim Bundessozialamt, Gewerkschaft, Krankenkasse oder ähnlichen Institutionen und Sie werden im Gespräch mit ihrem Arbeitgeber oder Vorgesetzten den Eindruck vermitteln, dass mit Ihnen nicht beliebig umgesprungen werden kann, da Sie wissen, was Ihre Rechte sind. Meistens reicht das um eine Einigung mit dem Arbeitgeber zu erzielen.

Alternativen
Ich glaube an die Kraft des Geistes und daran, dass man dadurch einen gesunden Körper hat, aber dass ich die Krankheit-Krebs bekommen hatte war für mich ein Zeichen, dass genau diese Kraft in mir, in dieser Situation nicht ausreicht, um mithilfe meines Geistes die Krankheit zu kurieren. Ich kenne Fälle, die das wirklich mental geschafft haben sowie einen Naturheiler (Schamanen) der so eine Ausbildung und Begleitung anbietet. Wer sich dieser Kraft, zu diesem Zeitpunkt, nicht wirklich sicher ist und sie vorher nicht schon bewusst gehabt hat, sollte meiner Meinung nach das "Experiment" lieber nicht riskieren sondern zur "Schulmedizin" finden und anschließend diesen Weg gehen.