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| DNA-Viren | Diese Viren tragen ihre genetische Information als DNA in sich und können diese daher ohne vorherige „Übersetzung“ in das Genom der Wirtszelle einbauen. Zu ihnen gehören die Herpesviren, das Humane Papillomavirus (HPV), das als auslösender Faktor bei Gebärmutterhals nachgewiesen wurde und das Epstein-Barr-Virus, das bei einigen Leukämieformen als Verursacher gilt. |
| Onkogen | Ein Gen, das bei der Umwandlung einer normalen Zelle in eine Krebszelle als Auslöser oder beitragender Faktor wirkt. Aktiviert und zum Tumorgen wird es entweder durch Punktmutationen, Umordnung seiner DNA-Bausteine oder Entfallen einzelner Bruchstücke, aber auch durch eine von Viren induzierte übermäßige, unkontrollierte Genexpression. Der Wortstamm „Onko„ stammt vom griechischen Wort für Masse, Klumpen. |
| Proto-Onkogen | Ein normales Gen der Zelle, das durch äußere Einflüsse zu einem aktiven Onkogen werden kann und als Vorläufer der viralen und zellulären Onkogene gilt. |
| RNA-Viren | Viren, deren Erbinformation nicht in Form von DNA sondern als RNA gespeichert ist. Dabei kann die RNA sowohl als Einzelstrang als auch als Doppelstrang vorliegen. Zu den RNA-Viren gehören beispielsweise die Grippeviren, das Poliovirus oder Ebola, als potenziell krebserregend gilt das Hepatitis C-Virus. |
| Retroviren | Retroviren sind ebenfalls RNA-Viren. Sie nutzen das Enzym Reverse Transkriptase um eine DNA-Übersetzung ihres Genoms zu erzeugen und dieses in das Chromosom ihrer Wirtszelle einzuschleusen. Hier wird es zu einem permanenten Teil der zellulären Erbinformation. Zu diesen Viren gehört das Aids-Virus, aber auch das Leukämie-auslösende Virus HTLV-1. |
| Transduktion/ Transformation |
Die Umwandlung von normalen Zellen
in Krebszellen. Die Fähigkeit von Viren, Zellen in einer Kultur
zu transformieren, hat diesen Prozess entscheidend erhellt. Die
transformierten Zellen besitzen typische Tumoreigenschaften wie
unkontrolliertes Wachstum, eine verringerte Abhängigkeit von
umgebendem Gewebe und eine verringerte Abhängigkeit von
exogenen Wachstumsfaktoren. Einige transformierte Zellen können
auch Tumoren bilden, wenn sie von einem Organismus auf den
anderen übertragen werden. Die Transformation einer Zelle durch ein Tumorvirus hat immer drei Kennzeichen: Sie ist ein „Einzeltreffer-Prozess“, das heißt ein Virus befällt eine Zelle und löst die Umwandlung aus. Außerdem bleibt ein Teil der viralen Erbinformation in der Zelle erhalten und letztlich wird die Transformation in Gang gehalten durch die Expression einer bestimmten Anzahl viraler Gene. |
| Tumorsuppressor-Gen | Zelleigenes Gen, das die Umwandlung einer normalen Zelle in eine Krebszelle verhindert. Jüngste Studien deuten daraufhin, dass diese Gene möglicherweise bei der Krebsentstehung eine wichtigere Rolle spielen als die aktiven Onkogene. |
| Virales Onkogen | Entweder eine in einem Retrovirus präsente Variante eines normalen zellulären Gens, das so verändert oder aktiviert wurde, dass es als Tumorauslöser wirkt, oder, bei DNA-Viren, ein virales Gen, das keine Entsprechung in der Zelle hat, aber bei Infektion krebsauslösend wirken kann. |
| Zelluläre Onkogene | Ein Begriff, der benutzt wird, um entweder ein in Tumorzellen aktiviertes zelluläres Gen zu bezeichnen, oder aber auch ein normales Gen, das verändert werden kann und dann zu einem aktiven Onkogen wird. |